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24.04.1989

Frauen machen Bremen zum Vorreiter vieler gemischter Lions Clubs

„Eine weltweite Vereinigung freier Männer” – mit dieser Definition der renommierten Lions Clubs International ist es vorbei. Nachdem der Bremer Club „Buten un Binnen” kürzlich als erste westdeutsche Filiale begonnen hat, auch Frauen aufzunehmen, reißt in immer mehr Lions-Runden die Emanzipation ein. Seit der Gründung in den USA vor 70 Jahren waren Damen in dem Männerbund, in dem sich bedeutende Gesellschaftslöwen karitativen Aufgaben widmen, allenfalls zum Plätzchenbacken oder als „farbiger Teil beim Ball oder Wochenendausflug” (Vereinsbroschüre) geduldet. In der Hansestadt ist gleich eine Frau zur Vizepräsidentin der Raubkatzen bestellt worden. Vorsichtige Selbsterkenntnis verdrängt die totale Abschottung. Wenn die Männer ehrlich seien, wagte sich ein Marburger Vereinslöwe hervor, müssten sie zugeben, dass auf rein männlichen Versammlungen „vielleicht sogar unlogischer” diskutiert werde als mit weiblicher Assistenz.

Quelle: DER SPIEGEL 17/1989 vom 24.04.1989, Seite 245d

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